Wer hätte gedacht, als Star Trek im Fernsehen lief, dass wir mal mit Siri oder Google Assistant auf unseren Smartphones sprechen oder tippen würden? Heute, sind wir unwiederbringlich im Zeitalter der generativen KI angekommen. Der Unterschied, wir brauchen um mit generativer KI zu sprechen ein Zauberwort. Nicht «Abrakadabra», sondern den «Prompt». Wieso? Wer prompten kann, spart Zeit, Nerven und manchmal viele Stunden an Trial-and-Error Frust.
Aber was macht einen guten Prompt eigentlich aus und was ist ein Prompt?
Der Prompt ist eine Texteingabe in ein sogenanntes Eingabefenster von einer KI wie ChatGPT, Gemini, Copilot von Microsoft oder mit unserer hauseigenen KI - FRIDAI Chat.
Egal, ob jemand noch am Anfang der KI-Reise steht oder schon Erfahrung im Prompten aufweist. Wir zeigen dir die Techniken, um effektive Prompts mit präzisen Anweisungen und klare Strukturen umzusetzen.
Was ist wirklich wichtig?
Sei klar und präzise.
Ein schwacher Prompt
Mach eine Förderplanung.
Ein besserer Prompt
Erstelle eine strukturierte Förderplanung für eine Klientin mit Konzentrationsschwierigkeiten in der Verpackungswerkstatt. Plane eine 2-wöchige Übungsphase, um ihre Selbstständigkeit beim Etikettieren zu stärken. Ziel: Sie soll am Ende der zweiten Woche ohne Anleitung 30 Minuten konzentriert arbeiten können.
Gib Kontext. Die KI ist kein Gedankenleser
Viele glauben, KI wisse sowieso alles. Nein. KI weiss viel, aber nicht, ob du gerade das Marketingmeeting vorbereitest, die Zeit knapp ist oder dass dein Chef gerne Zahlen sieht. KI ist wie ein extrem gut trainierter Autovervollständiger. Sie hat aus sehr vielen Texten gelernt und setzt dann für deine Eingabe Schritt für Schritt die wahrscheinlichsten nächsten Wörter zu einer Antwort zusammen, darum bring Kontext mit ein.
Beispiel aus dem Alltag
Du bist Arbeitsagogin in einer sozialen Institution mit einer Werkstatt für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Wir planen eine interne Kommunikationskampagne zum neuen Kurs ‚Arbeiten mit digitaler Unterstützung‘.
Zielgruppe: Klientinnen und Klienten mit wenig Computererfahrung. Budget klein, Kreativität gross. Formuliere 3 Vorschläge für kurze Infoplakate oder Bildschirmtexte mit positivem, motivierendem Ton.
Sprich wie ein Coach, nicht wie ein Orakel‑Priester
Kompliziert schreiben ist nicht gleich intelligent. KI liebt klare Sprache.
Schwach
Formuliere eine partizipativ-adaptive Befähigungsstrategie zur ressourcenorientierten Klient*inneninteraktion.
Gut
Schreibe einen kurzen Text für unsere Infowand, der erklärt, warum Arbeit in der Werkstatt hilft, eigene Stärken zu entdecken und wie man durch kleine Fortschritte mehr Selbstvertrauen gewinnt. Es reicht, normal zu reden. Deine KI mag das.
Anpassung und Verfeinerung ist König
Ein guter Prompt entsteht selten im ersten Versuch. Testen, anpassen, verfeinern. So wie ein gutes Risotto: rühren, probieren, nachwürzen. Ein Prompt wird nicht geboren, er wächst.
Rollen helfen
Gib der KI eine Aufgabe, eine Identität, ein Paar Schuhe, in das sie hineinschlüpfen darf.
Beispiel
Du bist Arbeitsagogin in einer Institution für berufliche Integration. Erstelle 5 Fragen für ein Standortgespräch, um die Selbstständigkeit und Arbeitskompetenz einer Klientin in der Werkstatt einzuschätzen.
Fazit
Gute Prompts sind wie gute Gespräche: klar, präzise, konkret und mit Kontext. Du sagst der KI, wohin, warum, mit wem und wie ihr gemeinsam dorthin kommt. In kommenden Blogartikeln zeigen wir dir, wie du sehr gute Ergebnisse mit KI erzielen kannst. Und falls du gerade ins Stocken kommst. Kein Thema, im Rahmen unserer KI-Workshops können wir gemeinsame Knoten lösen oder stelle Fragen an ki@brueggli-admedia.ch und wir beantworten Sie gerne.